In ſein ſtygiſches Boot
Raffet der Tod
Auch der Jugend blühendes Leben! (Cajetan.)
Wenn die Wolken gethurmt den Himmel ſchwaͤrzen, Wenn dumpftoſend der Donner hallt, Da, da fühlen ſich alle Herzen In des furchtbaren Schickſals Gewalt. Aber auch aus entwölkter Höhe Kann der zündende Donner ſchlagen. Darum in deinen froͤhlichen Tagen Furchte des Unglücks tückiſche Nähe! Nicht an die Guter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren! Wer beſitzt, Der lerne verlieren; Wer im Gluck iſt, Der lerne den Schmerz! Iſabella. Was ſoll ich hören? Was verhuüllt dies Tuch? (Sie macht einen Schritt gegen die Bahre, bleibt aber unſchlüſſig zaudernd ſtehen.) Es zieht mich grauſend hin und zieht mich ſchaudernd Mit dunkler, kalter Schreckenshand zurück. (Zu Beatricen, welche ſich zwiſchen ſie und die Bahre geworfen.) Laß mich! Was es auch ſey, ich will's enthüllen! (Sie hebt das Tuch auf und entdeckt Don Manuels Leichnam.) O himmliſche Machte, es iſt mein Sohn! (Sie bleibt mit ſtarrem Entſetzen ſtehen— Beatrice ſinkt mit einem Schrel des Schmerzens neben der Bahre nieder.)
Chor.(Cajetan. Berengar. Manfred.) ungluͤckliche Mutter! Es iſt dein Sohn!


