BVeatrice (wild um ſich her ſchauend, erblickt den Chor). Das ſind ſie, ja! Jetzt, jetzt erkenn' ich ſie. Mich hat kein Traum getäuſcht— Die ſind's! Die waren Zugegen— es iſt fürchterliche Wahrheit! Unglückliche, wo habt ihr ihn verborgen? (Sie geht mit heftigem Schritt auf den Chor zu, der ſich von ihr abwendet. Ein Trauermarſch läßt ſich in der Ferne hören.) Chor. Wehe! Wehe! Iſabella. Wen verborgen? Was iſt wahr? Ihr ſchweigt beſtürzt— Ihr ſcheint ſie zu verſtehn. Ich leſ' in euren Augen, eurer Stimme Gebrochnen Tönen etwas Unglückſel'ges, Das mir zurückgehalten wird— Was iſt's? Ich will es wiſſen. Warum heftet ihr So ſchreckenvolle Blicke nach der Thüre? Und was für Töne hör' ich da erſchallen? Chor.(Bohemund.)
Es naht ſich! Es wird ſich mit Schrecken erklären.
Sey ſtark, Gebieterin, ſtähle dein Herz!
Mit Faſſung ertrage, was dich erwartet,
Mit maͤnnlicher Seele den tödtlichen Schmerz! Iſabella.
Was naht ſich? Was erwartet mich?— Ich höre Der Todtenklage fürchterlichen Ton Das Haus durchdringen— Wo ſind meine Söhne? (Der erſte Halbchor bringt den Leichnam Don Manuels auf einer Bahre getragen, die er auf der leer gelaſſenen Seite der Scene niederſetzt. Ein ſchwarzes Tuch iſt darüber gebreitet.)


