Teil eines Werkes 
5. Band (1838)
Entstehung
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Beatrice.

O, ſchönes Engelsantlitz meiner Mutter! Iſabella.

Kind meines Herzens! Komm in meine Arme! Beatrice,

Zu deinen Füßen ſieh' die Schuldige. Iſabella. Ich habe dich wieder! Alles ſey vergeſſen!

Diego.

Betracht' auch mich! Erkennſt du meine Züge? Beatrice.

Des redlichen Diego greiſes Haupt! Iſabella.

Der treue Waͤchter deiner Kinderjahre. Beatrice.

So bin ich wieder in dem Schoß der Meinen? Iſabella.

Und nichts ſoll uns mehr ſcheiden, als der Tod. Beatrice.

Du willſt mich nicht mehr in die Fremde ſtoßen? Zſabella.

Nichts trennt uns mehr: das Schickſal iſt befriedigt. Beatrice(iinkt an ihre Bruſt). Und find' ich wirklich mich an deinem Herzen? Und Alles war ein Traum, was ich erlebte? Ein ſchwerer, fürchterlicher Traum— O Mutter! Ich ſah ihn todt zu meinen Füßen fallen! — Wie komm' ich aber hieher? Ich beſinne Mich nicht— Ach, wohl mir, wohl, daß ich gerettet In deinen Armen bin! Sie wollten mich Schillers ſaͤmmtl. Werke. V. 31