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Iſabella. Wie iſt mein Herz geängſtiget, Diego! Es ſtand bei mir, dies Unglück zu verhüten. Diego. Drück' nicht des Vorwurfs Stachel in dein Herz. An welcher Vorſicht ließeſt du's ermangeln? Iſabella. Hätt' ich ſie fruͤher an das Licht gezogen, Wie mich des Herzens Stimme mächtig trieb! Diego. Die Klugheit wehrte dir's: du thateſt weiſe; Doch der Erfolg ruht in des Himmels Hand. Iſabelln. Ach, ſo iſt keine Freude rein! Mein Gluck Waͤr' ein vollkommnes ohne dieſen Zuſall. Diego. Dies Gluͤck iſt nur verzögert, nicht zerſtört; Genieße du jetzt deiner Soͤhne Frieden. Iſabella. Ich habe ſie einander Herz an Herz Umarmen ſehn— ein nie erlebter Anblick! Diego. und nicht ein Schauſpiel bloß, es ging von Herzen: Denn ihr Geradſinn haßt der Lüge Zwang. Iſabella. Ich ſeh' auch, daß ſie zärtlicher Gefühle, Der ſchönen Neigung fähig ſind; mit Wonne Entdeck' ich, daß ſie ehren, was ſie lieben. Der ungebundnen Freiheit wollen ſie Entſagen, nicht dem Zügel des Geſetzes Entzieht ſich ihre brauſend wilde Ingend,


