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Chor.(Cajetan.) Sagt mir! ich kann's nicht faſſen und deuten, Wie es ſo ſchnell ſich erfüͤllend genaht. Längſt wohl ſah ich im Geiſt mit weiten Schritten das Schreckensgeſpenſt herſchreiten Dieſer entſetzlichen, blutigen That. Dennoch übergießt mich ein Grauen, Da ſie vorhanden iſt und geſchehen, Da ich erfüllt muß vor Augen ſchauen, Was ich in ahnender Furcht nur geſehen. All mein Blut in den Adern erſtarrt Vor der gräßlich entſchiedenen Gegenwart. Einer aus dem Chor.(Manfred.) Laſſet erſchallen die Stimme der Klage!— Holder Jüngling! Da liegt er entſeelt, Hingeſtreckt in der Blüthe der Tage, Schwer umfangen von Todesnacht, An der Schwelle der bräutlichen Kammer! Aber über dem Stummen erwacht Lauter, unermeßlicher Jammer. Ein Zweiter.(Cajetan.) Wir kommen, wir kommen, Mit feſtlichem Prangen Die Braut zu empfangen: Es bringen die Knaben Die reichen Gewande, die bräutlichen Gaben, Das Feſt iſt bereitet, es warten die Zeugen; Aber der Braͤutigam höret nicht mehr, Nimmer erweckt ihn der fröhliche Reigen, Denn der Schlummer der Todten iſt ſchwer.
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