Teil eines Werkes 
5. Band (1838)
Entstehung
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Was an dem reizenden Geſchlecht entzückt,

Stellt ſich verſammelt dar in dieſer Einen. Bellienre.

Erhahne Majeſtät von Engelland,

Vergönne, daß wir unſern Urlaub nehmen

Und Monſieur, unſern königlichen Herrn,

Mit der erſehnten Freudenpoſt beglücken.

Ihn hat des Herzens heiße Ungeduld

Nicht in Paris gelaſſen, er erwartet

Zu Amiens die Boten ſeines Glücks,

Und bis nach Calais reichen ſeine Poſten,

Das Jawort, das dein königlicher Mund

Ausſprechen wird, mit Flügelſchnelligkeit

Zu ſeinem trunknen Ohre hinzutragen. Eliſabeth.

Graf Bellievre, dringt nicht weiter in mich:

Nicht Zeit iſt's jetzt, ich wiederhol' es Euch,

Die frend'ge Hochzeitfackel anzuzünden.

Schwarz haͤngt der Himmel über dieſem Land,

Und beſſer ziemte mir der Trauerflor,

Als das Geprange bräutlicher Gewander.

Denn nahe droht ein jammervoller Schlag,

Mein Herz zu treffen und mein eignes Haus. Bellicyre.

Nur dein Verſprechen gib uns, Königin;

In frohern Tagen folge die Erfüllung. Eliſabeth.

Die Könige ſind nur Sklaven ihres Standes;

Dem eignen Herzen dürfen ſie nicht folgen.

Mein Wunſch war's immer, unvermahlt zu ſterben,

Und meinen Ruhm hätt' ich darein geſetzt,