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Mit ſeinem ganzen Volk vor dieſen Wällen, Als unſers Muthes Tapferkeit ermüden. Erfahren ſoll er, was ein Heldenhaufe Vermag, beſeelt von einem Heldenführer, Dem's Ernſt iſt, ſeinen Fehler gut zu machen. Das wird den Kaiſer rühren und verſöhnen, Denn gern zur Milde wendet ſich ſein Herz, Und Friedland, der bereuend wiederkehrt, Wird höher ſtehn in ſeines Kaiſers Gnade, Als je der Niegefallne hat geſtanden. Wallenſtein (betrachtet ihn mit Befremdung und Erſtaunen und ſchweigt eine Zeit lang, eine ſtarke innere Bewegung zeigend). Gordon— des Eifers Waͤrme führt Euch weit, Es darf der Jugendfreund ſich was erlauben. — Blut iſt gefloſſen, Gordon. Nimmer kann Der Kaiſer mir vergeben. Könnt' er's, ich, Ich könnte nimmer mir vergeben laſſen. Haäͤtt' ich vorher gewußt, was nun geſchehn, Daß es den liebſten Freund mir würde koſten, Und hätte mir das Herz, wie jetzt, geſprochen— Kann ſeyn, ich hätte mich bedacht— kann ſeyn, Auch nicht— Doch was nun ſchonen noch? Zu ernſthaft Hat's angefangen, um in nichts zu enden. Hab' es denn ſeinen Lauf! (Indem er ans Fenſter tritt.)
Sieh', es iſt Nacht geworden; auf dem Schloß Iſt's auch ſchon ſtille— Leuchte, Kämmerling. (Kammerdiener, der unterdeſſen ſtill eingetreten und mit ſichtbarem Antbeil in der Ferne geſtanden, tritt hervor, heftig bewegt, und ſtürzt ſich zu des Herzogs Fuüßen.)


