Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
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Wallenſtein. So biſt du ſchon im Hafen, alter Mann? Ich nicht. Es treibt der ungeſchwachte Muth Noch friſch und herrlich auf der Lebenswoge; Die Hoffnung nenn' ich meine Göttin noch, Ein Jüngling iſt der Geiſt, und, ſeh' ich mich Dir gegenüber, ja, ſo moͤcht' ich rühmend ſagen, Daß über meinem braunen Scheitelhaar Die ſchnellen Jahre machtlos hingegangen. (Er geht mit großen Schritten durchs Zimmer und bleibt auf der entgegen⸗ geſetzten Seite, Gordon gegenüber, ſtehen.) 3

Wer nennt das Glück noch falſch? Mir war es treu,

Hob aus der Menſchenreihe mich heraus

Mit Liebe, durch des Lebens Stufen mich

Mit kraftvoll leichten Götterarmen tragend.

Nichts iſt gemein in meines Schickſals Wegen, Noch in den Furchen meiner Hand. Wer moͤchte

Mein Leben mir nach Menſchenweiſe deuten?

Zwar jetzo ſchein' ich tief herabgeſtürzt;

Doch werd' ich wieder ſteigen, hohe Flut

Wird bald auf dieſe Ebbe ſchwellend folgen

Gordon.

Und doch erinnr' ich an den alten Spruch:

Man ſoll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Nicht Hoffnung möcht' ich ſchopfen aus dem langen Glück: Dem Unglück iſt die Hoffnung zugeſendet;

Furcht ſoll das Haupt des Glücklichen umſchweben: Denn ewig wanket des Geſchickes Wage.

Wallenſtein(dächelnd).

Den alten Gordon hör' ich wieder ſprechen. Wohl weiß ich, daß die ird'ſchen Dinge wechſeln,