350
und ſprechen muß ich ihn, nothwendig, daß Der fremde Mann nicht ungleich von mir denke. Wallenſtein. Ich finde, ſie hat Recht— und bin geneigt, Ihr dieſe Bitte zu gewähren. Ruft ihn! (Fräulein Neubrunn geht hinaus.) Herzogin. Ich, deine Mutter, aber will dabei ſeyn. Thekla. Am liebſten ſpräch' ich ihn allein. Ich werde Alsdann um ſo gefaßter mich betragen. Wallenſte in(zur Herzogin).
Laß es geſchehn. Laß ſie's mit ihm allein
Ausmachen. Es gibt Schmerzen, wo der Menſch (Sich ſelbſt nur helfen kann: ein ſtarkes Herz Will ſich auf ſeine Stärke nur verlaſſen.
In ihrer, nicht an fremder Bruſt muß ſie
Kraft ſchöpfen, dieſen Schlag zu überſtehn.
Es iſt mein ſtarkes Mäͤdchen, nicht als Weib,
Als Heldin will ich ſie behandelt ſehn.
(Ex will gehen.) Gräfin Gaͤlt ihn). Wo gehſt du hin? Ich hörte Terzky ſagen, Du denkeſt morgen früh von hier zu gehn, uns aber hier zu laſſen. Wallenſtein.
Ja; ihr bleibt Dem Schutze wackrer Manner ubergeben⸗
Gräfin. O, nimm uns mit dir, Bruder! Laß uns nicht In dieſer düſtern Einſamkeit dem Ausgang


