Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
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Auch eurem Herzen menſchlich naͤher bringen, Denrn jedes Aeußerſte führt ſie, die Alles

Begränzt und bindet, zur Natur zurück;

Sie ſieht den Menſchen in des Lebens Drang Und waͤlzt die größre Halfte ſeiner Schuld Den unglückſeligen Geſtirnen zu.

Nicht er iſt's, der auf dieſer Buhne heut' Erſcheinen wird. Doch in den kühnen Schaaren, Die ſein Befehl gewaltig lenkt, ſein Geiſt Beſeelt, wird euch ſein Schattenbild begegnen, Bis ihn die ſcheue Muſe ſelbſt vor euch Zu ſtellen wagt in lebender Geſtalt:

Denn ſeine Macht iſt's, die ſein Herz verführt;

Sein Lager nur erklaͤret ſein Verbrechen.

Darum verzeiht dem Dichter, wenn er euch Nicht raſchen Schritts mit einem Mal ans Ziel Der Handlung reißt, den großen Gegenſtand In einer Reihe von Gemälden nur Vor euren Augen abzurollen wagt.

Das heut'ge Spiel gewinne euer Ohr Und euer Herz den ungewohnten Tönen; In jenen Zeitraum führ' es euch zuruͤck, Auf jene fremde kriegeriſche Bühne, Die unſer Held mit ſeinen Thaten bald Erfüllen wird.

Und, wenn die Muſe heut', Des Tanzes freie Göttin und Geſangs,