Gegend in einem Park. Erſte Seene. 4
Angelica von Hutten. Wilhelmine von Hutten, ihre Tante und Stiftsdame, kommen aus einem Waͤldchen; bald darauf
Gärtner Biber.
Angeliea. Hier wollten wir ihn ja erwarten, liebe Tante. Sie ſetzen ſich ſo lange ins Cabinet und leſen. Ich hole mir meine Blumen beim Gaͤrtner. unterdeſſen wird's neun Uhr, und er kommt.— Sie ſind's doch zufrieden?
wilhelmine. Wie es dir Vergnuͤgen macht, meine Liebe.
(Geht nach der Laube.)
Gärtner Biber bringt Blumen.
Das Beſte, was ich heute im Vermoͤgen habe, gnaͤdiges Fraͤulein. Meine Hyacinthen ſind alle.
Angeliea. Recht ſchoͤnen Dank auch fuͤr dieſes.
Biber. Aber eine Roſe ſollen Sie morgen haben, die erſte vom ganzen Fruͤhling, wenn Sie mir verſprechen wollen—
Angelica. Was wuͤnſchen Sie, guter Biber?
Biber. Sehen Sie, gnaͤdiges Fraͤulein, meine Aurikeln ſind nun auch fort, und mein ſchoͤner Levkojenflor geht zu Ende, und der gnaͤdige Herr haben mir wieder nicht ein Blatt ange⸗


