Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Salmiakgeiſt vor die Naſe, und liest ein Collegium uͤber die Kraft. Kerle, die in Ohnmacht fallen, wenn ſie einen Buben gemacht haben, kritteln uͤber die Taktik des Hannibal— feucht⸗ ohrige Buben fiſchen Phraſes aus der Schlacht bei Cannaͤ, und greinen uͤber die Siege des Scipio, weil ſie ſie exponiren muͤſſen.

Spiegelberg. Das iſt ja recht alexandriniſch geflennt.

Moor Schoͤner Preis fuͤr euren Schweiß in der Feldſchlacht, daß ihr jetzt in Gymnaſien lebet, und eure Unſterblichkeit in einem Buͤcherriemen muͤhſam fortgeſchleppt wird. Koſtbarer Erſatz eures verpraßten Blutes, von einem Nuͤrnberger Kraͤ⸗ mer um Lebkuchen gewickelt— oder, wenn's gluͤcklich geht, von einem franzoͤſiſchen Tragödienſchreiber auf Stelzen ge⸗ ſchraubt und mit Drathfaͤden gezogen zu werden. Hahaha!

Spiegelberg ttrinkt). Lies den Joſephus, ich bitte dich drum.

Mopr. Pfui! pfui! uͤber das ſchlappe Caſtraten⸗Jahrhun⸗ dert, zu nichts nuͤtze, als die Thaten der Vorzeit wiederzukaͤuen, und die Helden des Alterthums mit Commentationen zu ſchin⸗ den und zu verhunzen mit Trauerſpielen. Die Kraft ſeiner Lenden iſt verſiegen gegangen, und nun muß Bierhefe den Menſchen fortpflanzen helfen.

Spiegelberg. Thee, Bruder, Thee!

Moor. Da verrammeln ſie ſich die geſunde Natur mit abgeſchmackten Conventionen, haben das Herz nicht, ein Glas zu leeren, weil ſie Geſundheit dazu trinken muͤſſen— belecken den Schuhputzer, daß er ſie vertrete bei Ihro Gnaden, und hudeln den armen Schelm, den ſie nicht fuͤrchten. Vergoͤttern ſich um ein Mittageſſen, und moͤchten einander vergiften um ein Unterbett, das ihnen beim Aufſtreich uͤberboten wird.—Verdammen den Sad⸗ ducaͤer, der nicht fleißig genug in die Kirche kommt, und berech⸗ nen ihren Judenzins am Altare— fallen auf die Kniee, damit ſie jg ihren Schlamp ausbreiten koͤnnen— wenden kein Auge von

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