Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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liche Muth, der ihn auf den Wipfel hundertjaͤhriger Eichen treibt, und uͤber Graͤben und Palliſaden und reißende Fluͤſſe jagt, dieſer kindiſche Ehrgeiz, dieſer unuͤberwindliche Starrſinn und alle dieſe ſchoͤnen glaͤnzenden Tugenden, die im Vaterſoͤhnchen keimten, werden ihn dereinſt zu einem warmen Freund eines Freundes, zu einem trefflichen Buͤrger, zu einem Helden, zu einem großen, großen Manne machen Seht Ihr's nun, Vater! der feurige Geiſt hat ſich entwickelt, ausgebreitet, herrliche Fruͤchte hat er getragen. Seht dieſe Offenheit, wie huͤbſch ſie ſich zur Frechheit herumgedreht hat! ſeht dieſe Weichheit, wie zaͤrtlich ſie fuͤr Koketten girret, wie ſo empfindſam fuͤr die Reize einer Phrynel ſeht dieſes freurige Genie, wie es das Oel ſeines Lebens in ſechs Jaͤhrchen ſo rein weggebrannt hat, daß er bei lebendigem Leibe umgeht, und da kommen die Leute, und ſind ſo unverſchaͤmt und ſagen: cd'est Pamour qui a fait ga! Ahl ſeht doch dieſen kuͤhnen, unternehmenden Kopf, wie er Plane ſchmie⸗ det und ausfuͤhrt, vor denen die Heldenthaten eines Cartouche und Howard verſchwinden! Und wenn erſt dieſe praͤchtigen Keime zur vollen Reife erwachſen was laͤßt ſich auch von ei⸗ nem ſo zarten Alter Vollkommenes erwarten? Vieleicht, Vater, erlebt Ihr noch die Freude, ihn an der Fronte eines Heeres zu erblicken, das in der heiligen Stille der Waͤlder reſidirt und dem muͤden Wanderer ſeine Reiſe um die Haͤlfte der Buͤrde erleichtert vielleicht koͤnnt Ihr noch, eh' Ihr zu Grabe geht, eine Wallfahrt nach ſeinem Monumente thun, das er ſich zwiſchen Himmel und Erden errichtet vielleicht, o Vater, Vater, Vater! ſeht Euch nach einem andern Namen um, ſonſt deuten Kraͤ⸗ mer und Gaſſenjungen mit Fingern auf Euch, die Euern Herrn Sohn auf dem Leipziger Marktplatz im Portrait geſehen haben.

Z. a. Moor. Und auch du, mein Franz, auch du⸗ O meine Kinder! wie ſie nach meinem Herzen zielen!