Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Vorrede.

Man nehme dieſes Schauſpiel fuͤr nichts Anderes, als eine dramatiſche Geſchichte, welche die Vortheile der dramatiſchen Methode, die Seele gleichſam bei ihren geheimſten Operationen zu ertappen, benutzt, ohne ſich uͤbrigens in die Schranken eines Theaterſtuͤcks einzuzaͤunen, oder nach dem ſo zweifelhaften Gewinne bei theatraliſcher Verkoͤrperung zu geizen. Man wird mir einraͤumen, daß es eine widerſinnige Zumuthung iſt, binnen drei Stunden drei außerordentliche Menſchen zu er⸗ ſchoͤpfen, deren Thaͤtigkeit von vielleicht tauſend Raͤderchen ab⸗ haͤngt, ſo wie es in der Natur der Dinge unmoͤglich kann ge⸗ gruͤndet ſeyn, daß ſich drei außerordentliche Menſchen auch dem durchdringendſten Geiſterkenner innerhalb vierundzwanzig Stun⸗ den entbloͤßen. Hier war Fuͤlle ineinander gedrungener Reali⸗ taͤten vorhanden, die ich unmoͤglich in die allzu engen Palli⸗ ſaden des Ariſtoteles und Batteux einkeilen konnte.

Nun iſt es aber nicht ſowohl die Maſſe meines Schau⸗ ſpiels, als vielmehr ſein Inhalt, der es von der Buͤhne ver⸗ bannt. Die Oekonomie desſelben machte es nothwendig, daß mancher Charakter auftreten mußte, der das feinere Gefuͤhl der Tugend beleidigt und die Zaͤrtlichkeit unſerer Sitten empoͤrt. Jeder Menſchenmaler iſt in dieſe Nothwendit keit geſetzt wenn