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über ergrimmten Franz mit dem Bemerken: Der Kaiſer ſei ja hiermit der erſte, welcher den Vertrag breche.
Der Winter erſchöpfte ſich in jenem Jahre ungewoͤhn⸗ lich zeitig. Schon Ausgangs Februar wehten öſtlich und weſtlich von der Pyrenaͤenkette warme Luͤfte, und der ſtrenge Lautree ließ ſich vielleicht dadurch mit beſtimmen— denn die weichen Fruͤhlingsluͤfte mildern jedes Herz— Chime⸗ nens wiederholten Bitten nachzugeben, und endlich einmal die einſame Schweſter auf dem vaͤterlichen Schloſſe aufzu⸗ ſuchen. Chimene hatte ihm immer wieder nach Toulouſe geſchrieben, Frangoiſe zehre ſich auf in ungluͤcklichſter See⸗ lenſtimmung, und es müſſe durchaus etwas fuͤr ihre Zer⸗ ſtreuung und Erheiterung geſchehn.
Als er eben durch das Stäͤdtchen Pamiers geritten war, und ſein Pferd in vollem Schein der wohlthaͤtigen Mittags⸗ waͤrme den Berg uͤber dem Orte langſam erklimmen ließ, hoͤrte und ſah er einen Reiter geſtreckten Laufs hinter ſich her kommen. Es war ein ihm nachgeſendeter Kourier, wel⸗ cher als eilig bezeichnete Depeſchen der Regentin brachte. Sie enthielten den Befehl, Lautrec ſolle ſich in den naͤchſten Tagen zu Bordeaur einfinden, die Regentin werde ſelbſt dort ſein, und ihm die weiteren Auftraͤge ertheilen. Sie betraͤfen den Empfang des Koͤnigs, welcher gegen Mitte des naͤchſten Monats auf franzoͤſiſchem Boden anlangen werde.
Lautrec, ein ſehr ſtolzer Mann, gehorchte in allen Din⸗ gen der ihm verhaßten Regentin ungern; er hatte ihr nie


