Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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tigen. Da er Duprat und deſſen Schreiber nicht erkannte, und keines foͤrmlichen Verhoͤrs, noch deſſen gewaͤrtig war, daß jener Schreiber all ſeine Worte zu Papier braͤchte, ſo antwortete er Anfangs unbefangen und unvorſichtig auf die Fragen der Regentin: welchen Theil er bisher genommen habe an der Reform? Es war uͤberhaupt nicht ſeine Ab⸗ ſicht, allen Antheil daran abzulaͤugnen, und daß er dieſe Abſicht nicht hatte, war in dieſem Augenblick von unmittel⸗ barer Lebensgefahr fuͤr ihn. Die Regentin, der Liebe wie des Haſſes in ausgedehntem Maaße maͤchtig, haßte ihn, weil er ihre Lebensweiſe zum Oefteren öffentlich getadelt hatte, und weil er unwandelbarer Beſchuͤtzer der Chateau⸗ briant war. Sie wußte wohl, daß der König außer ſich ſein wuͤrde über den Verluſt ſeines Studienkanzlers, aber ſie meinte, in ſo drohendem politiſchen Augenblicke die Staatsraiſon für ſich zu haben, und ſie war ſelbſt, viel⸗ leicht nicht bloß durch die politiſche Gewitterſchwuͤle, in dieſem Augenblicke krankhaft geſteigert. Kurz, ſie fragte in ihn hinein, mit dem Vorſatze, ihn zu verderben.

Du giebſt Dir alſo gar nicht die Muͤhe zu laͤugnen erwiderte ſie dann auf Bude's Zugeſtaͤndniſſedaß Du thaͤtigen Antheil an der ketzeriſchen ſogenannten Re⸗ form nimmſt? 3 3

Wenn Ihr es thaͤtigen Antheil nennt, daß ich meine Kenntniſſe gebrauche, um die ſchwierige Aufgabe loͤſen zu helfen

Und daß Du die ketzeriſchen Grundſätze muͤndlich und ſchriftlich verbreiten hilfſt! Das haſt Du gethan! Du haſt der Schweſter Deines Koͤnigs die Ohren damit erfuͤllt,