Das ungeſtoͤrte Gluͤck hat keine Geſchichte. Was waͤre zu ſagen uͤber die erſten Monate, welche Franz und Fran⸗ goiſe im Schatten von Fontainebleau neben einander ver⸗ lebten! Koͤnig Franz beſaß die überaus begluͤckende Faͤhig⸗ keit in hohem Grade, die Faͤhigkeit, ganz und gar und le⸗ diglich einem einzigen Intereſſe zu leben und zu dienen, und die ganze uͤbrige Welt daruͤber hintanzuſetzen. Er dachte nicht daran, daß es ein Ende nehmen würde, obwohl er ſchon ſo oft erfahren, daß ſeine ſtaͤrkſten Neigungen ein Ende genommen hatten; er dachte nicht daran, weil ſein Naturel ſich der Energie bewußt war, auch am Ende eines Intereſſes neue Lebensreize zu ſchaffen. Und Francoiſe dachte noch weniger daran; ſie war eben das poetiſche Weib, welches keine halben Verhaͤltniſſe eingehen kann, und welches, einmal entſchloſſen und hingebend, ruͤckhaltlos ſich hingiebt, keine andere Grenze vor Augen ſehend als den Tod. Je lebhafter ſie gekämpft fuͤr Pflicht und Sitte, deſto voͤlliger hatte ſich die Leidenſchaft ihrer bemaͤchtigt, da der Gedankenkampf fuͤr Pflicht und Sitte ihr verwirrt worden und Pflicht und Sitte unterlegen war, da ferner
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