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Zimmer getreten, und hatte ihre geliebte Francisca um⸗ armen wollen.
Francisca blieb noch lange ſprach⸗ und regungslos, und wendete ihre Augen nicht von Florentin, der Anfangs ihren Blick zu vermeiden ſuchte, aber bald die Kraft uͤber ſich gewann, ihn mit einem fuͤr die Graͤfin entſetzlichen Laͤ⸗ cheln auszuhalten. Das ſchoͤne jugendliche Antlitz des Prieſters, dunkel geroͤthet in dieſem Augenblicke, erſchien ihr wie ein tuͤckiſches Gewaͤſſer, welches an der Oberflaͤche geglaͤttet, Klippen und nirgends geſehene ungeheuerliche Thiere verberge. Ein Fieberſchauer ergriff ſie, und ſchuͤt⸗ telte ihren Leib wie eiſiger Froſt. Margot, die gutmuͤthige, V. war aͤußerſt beſtuͤrzt, von ihrer Francisca ſo empfangen zu werden, und ſah verlegen bald auf die junge Dame, welche ſie mitgebracht, um ſie mit der Graͤfin bekannt zu machen, bald auf ihren Sohn— Ich fuͤrchte, Florentin, ſagte ſie endlich langſam zu dieſem, Du haſt Deine leichte Stunde am falſchen Orte gehabt—
Dies iſt Fraͤulein Chimene von Infantado, nahm Flo⸗ rentin haſtig das Wort, um ſeine Mutter zu unterbrechen, — Eure Mutter, die Frau Graͤfin ſendet ſie ohne Zweifel als ein Zeichen, daß ihr Sinn gegen Euch milder geſtimmt worden ſei!
Ach leider nein, rief Margot, Gott weiß was die Frau Graͤfin fuͤr falſche Vorſtellungen von ihrem ſchoͤnſten Kinde hat, ſie will nichts— Gott vergeb's ihr!— von ihm wiſ⸗ ſen. Vornehme Leute muͤſſen doch eben anders ſein, als wir; ich habe auf eigne Hand die kleine Chimene herge⸗ fuͤhrt, die Dich kennen und troͤſten wollte, Francisca—
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