Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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begruͤndet dieſes Geruͤcht war, und wie er hier mitten im Hoflager einer heftigen Wallung des Koͤnigs, welche die Herzogin Louiſe zu erregen nicht ermangeln wuͤrde, preis gegeben ſei.

Es gelang ihm nicht, hinwegzukommen: ſchon hatte er den Fuß im Steigbuͤgel, da ſchmetterten die Jagdhoͤrner durch den Thorweg herein, und in der rothen Beleuchtung von Kienfackeln erſchien auf hohem Roſſe Koͤnig Franz.

Sieh da, Vetter— rief er— Ihr in Blois! Und wollt ſchon wieder fort? Nicht doch! Seid mir will⸗ kommen!

Und bei dieſen Worten war er vom Pferde geſprungen, und hatte dem ſich verbeugenden Connetable die Hand entgegen geſtreckt. Er ließ die Hand nicht wieder los, und ſprach lachend: Ihr ſollt ſogleich dafuͤr beſtraft werden, daß Ihr ſo ſelten kommt, und bei ſeltnem Beſuche ſo eilig entweichen wollt, Ihr ſollt die Spiele, welche meine Schweſter veranſtaltet und welche Euch herbem Kriegsmanne von keinem Reize ſind, Ihr ſollt ſie auf der Stelle mitmachen. Dies ſei Eure Strafe, ſchlimmer Vetter und Lehnsmann!'s iſt eben die Zeit, in welcher meine Margarethe ihre Zunft verſammelt, der Abend iſt windſtill und warm, wir werden ſte im Freien hinter dem Schloſſe finden; gebt mir Euren Arm!

So fuͤhrte er den widerſtandsloſen Connetable, der dieſe theils ironiſche, theils gutmuthige Sorgloſigkeit halb um Teufel wuͤnſchte und halb ruͤhrend fand, zum Thore