Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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„Ach was! Er hat einen Kopf von Buchenholz dieſer Connetable, juriſtiſche Ueberzeugung dringt nicht hinein — und das Recht auf die Erbſchaft, welche wir ihm neh⸗ men wollen, es iſt ſpitzfindig und zweifelhaft“”—

Je ſpitzer es iſt, deſto ſchaͤrfer verwunden wir damit, je zweifelhafter, deſto mehr iſt es in unſrer Gewalt. Wenn Sie, gnaͤdigſte Frau, ſich nicht zutraun, ihn zu—

„Was, Antoine Duprat?“

Ihn zu Ihren Fuͤßen zu ſehen vermittelſt bloßer Schoͤn⸗ heit, Liebenswuͤrdigkeit und Drohung, ſo gedulden Sie ſich vier Wochen; ich verſpreche, in dieſer Zeit den Spruch her⸗ aus zu bringen. Dann iſt dem Connetable kein Zweifel mehr uͤbrig, und mit Eurer Hand gewinnt er den verlornen Prozeß und die verlornen Guͤter wieder.

„Ihr verſteht Euch ſchlecht auf Lebensformen und Charaktere, Duprat. Der Connetable empoͤrt ſich eher, als daß er ſich geſchmeidig einem ſo harten Spruche unterwerfe und— ein erzwungener Mann, mein Freund, iſt nicht mein Mann!“

Bei dieſer Rede trat ein beſtaͤubter Reitersmann auf die Schwelle des Zimmers. Es war Chabot de Brion, ein Liebling des Koͤnigs, welcher von der Herzogin Louiſe nach dem Bourbonnais geſchickt worden war, um den Connetable Karl von Bourbon, deſſen Hand und Liebe ſie erzwingen wollte, nach Blois zu noͤthigen. Er verkuͤndigte ihr jetzt läͤchelnd, daß der Connetable eben vom Pferde ſteige und binnen einer Viertelſtunde bei ihr ſein werde.

Sie verabſchiedete ſogleich die beiden Manner, nach⸗ dem ſie ſich noch von Duprat eine Pergamentrolle hatte

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