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— Wie kaͤme mir ſolche Verblendung, ja ſolche Be⸗ leidigung gegen Koͤnig Franz, der Euch auszeichnet!—
„Nun, Bude, ich waͤre alſo der Mann, uͤber Dinge, welche die Moͤglichkeit des Menſchengeiſtes betreffen, eine Stimme zu haben nicht wahr? Und ich verſichre Euch, ich habe niemals, wie ſehr ich all' meine Kraͤfte anſtrengte, jenſeits dieſes Lebens etwas Anders ſehen koͤnnen als un⸗ durchdringliche Finſterniß! Unterbrecht mich nicht! Ich habe all' Eure Formeln und Argumente und Schluͤſſe vor Augen, ich habe ſie alle zur Hand, Ihr habt oft genug in langen Winterabenden den Koͤnig und uns damit regalirt, ich handhabe ſie, ſtelle und ordne ſie trotz einer Weberfrau, die hundert Fäden ordnend durch einander wirrt, ich erweiſe und beweiſe Euch Eure Reſultate und noch andre ſo augen⸗ ſcheinlich wie das fertige Gewebe die Weberkunſt erweiſ't, und— ſags Euch immer wieder: es wird nichts damit gewonnen, was nur eine Handbreit uͤber die Erde hinaus reichte, und was ein einfacher Verſtand nicht ohne Eure Formeln wiſſen kann,'s iſt muͤſſiger Plunder!“
— Warum reitet Ihr Eure Pferde zu? Werden Sie nicht vollkommner dadurch, auch wenn ſie Pferde bleiben nach wie vor?—
„Horch! Klang das nicht wie Jagdgetoͤſe?“
Er hielt ſein Pferd an, und horchte nach der linken Seite hinuͤber. Das Roß, von feuriger andaluſiſcher Nace ſchuͤttelte den Zaum und hieb mit dem Fuße an eine Baumwurzel, ſo daß es ihn ſtoͤrte und ungeduldig machte. Das Thier des andern Reiters dagegen, einem Maulthiere aͤhnlich, verhielt ſich ſtill und geduldig. So verſchieden
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