Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1812)
Entstehung
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Pflegetochter einzukaufen. Lina befand ſich im Schulhauſe allein. Saloni ſtutzte bey dem Anblick des ſchoͤnen Maͤdchens, deſſen zarte Geſtalt keinen Fuͤrſtenſaal verunziert haͤtte. Auch Lina erſchrak bey ſeiner An⸗ kunft: denn, trotz ſeines funfzigjaͤhrigen Alters, ſtand es in ſeinen luͤſternen Augen und auf der glaͤnzenden Mondſcheibe ſeines kahlen Hauptes deutlich geſchrieben, daß er im Umgange mit Frauenzimmern kein Heili⸗ ger war. Er fragte nach dem Schulmei⸗ ſter, und ſetzte als Beweggrund hinzu: er wuͤnſche, das Innere der Kirche zu ſehen.

Lina antwortete: ihr Vater ſey nicht zu Hauſe, und die Kirche enthalte nicht die geringſte Merkwuͤrdigkeit.

Es haͤngt nur von Ihnen ab, ſie mir denkwuͤrdig zu machen; entgegnete der

Kammerherr.

Wie ſo? fragte Lina. Wenn Sie die Guͤte haben, mich hin⸗