Sommerluͤftchen, durch eine dichte Volks⸗ menge, die in den Straßen auf und nieder wogte. So kamen wir in die Hofburg und in den Saal, wo der Fuͤrſt, von ſeinen Staatsraͤthen umgeben, im vollen Glanze ſeiner Herrlichkeit auf dem Throne ſaß. Vor ihm ſtanden drey Maͤnner. Sie waren aus einem halben Hundert Candidaten, die ſich um das Amt beworben hatten, ausgehoben worden, und der Fuͤrſt ſelbſt wollte ſie pruͤ⸗ fen.
„Was iſt die erſte und vornehmſte Tu⸗ gend eines Geheimen Rathes?“ fragte er den, der ihm mit geſenkten Augen und ge⸗ falteten Haͤnden zunaͤchſt ſtand, und wie ein Herrenhuther ausſah.
„Die Gottesfurcht, antwortete Dieſer, und legte mit einer tiefen Verbeugung die Hand auf's Herz. „Was iſt die zweyte Tugend?“
„Die Gottesfurcht.“—
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