Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1812)
Entstehung
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Herr Wiedehopf, ein altes, aus Geitz und

„Eitelkeit zuſammengeſetztes Maͤnnchen, war einer der ſeltſamſten Menſchen in der Haupt⸗ ſtadt. Er aß taͤglich, bey verſchloſſenen Thuͤren, ſo ſchlecht als ein Bettler; doch nachher fuhr er in einem praͤchtigen Wagen ſpazieren, und legte ſorgfaͤltig eine Hand, an welcher ein halbes Dutzend koſtbare Ninge funkelten, auf den offnen Schlag zur Schau. Kein Armer bekam von ihm einen Biſſen Brot; aber er gab verſchwenderiſche Gaſt⸗ maͤhler, um ſagen zu koͤnnen:„Die und die Grafen und Barone ſpeiſ'ten bey mir.“— An feyerlichen Hoftagen warf er ſich in ein Staatskleid, ging mit Pfauenſchritten ins Schloß, ſchlich einige Stunden auf dunkeln Treppen und Gaͤngen umher, beſuchte hoͤch⸗ ſtens einen Kammerdiener, und machte, wenn er zuruͤck kam, einfaͤltigen Leuten weis: er