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ein Grab gegründet wurde!“ ſprach der Fürſt, in⸗ dem er die Hände der Liebenden in einander legte. Jede Zunge war ſtumm, jedes Auge war naß. Ein leiſes Beifallflüſtern traf das Ohr Corſini's. Er verſuchte noch zu ſprechen, aber ſeine Laute wur⸗ den ſchwächer. Das ferne Geräuſch des letzten Wagens, der von dem Balle wegrollte, erſtarb; athemloſe Diener ſtürmten durch die Gänge, und draußen wurden ängſtliche Fußtritte gehört. Endlich konnte man das Weinen eines Kindes unterſcheiden — und in einem Augenblick nahm Ella ihr Kind aus den Armen der Wärterin und legte es auf das Lager, das mit dem Blute ſeines Vaters benetzt war. Der Fürſt lächelte, erhob ſeine kraftloſe Hand und legte ſie ſegnend auf die kleine Stirne. Er ver⸗ ſuchte zu ſprechen— nur ein Röcheln antwortete ſeiner Anſtrengung— eine Geiſterfarbe überflog ſeine Züge— der Strom des Lebens floß langſamer — der Mund zog ſich krampfhaft zuſammen; die Augen wurden ſtarr, der Puls ſchwankte— der Athem wurde ſchwer— es ging zu Ende. Es war ein ungemein feierlicher Augenblick. Jedes Kniee war gebeugt; jedes Herz. Nur die einförmigen Töne des Prieſters waren hörbar Plötzlich war Alles ſtumm. Vater Clemens ſtand auf und erhob ein Cruecifirx


