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„Hören Sie mich,“ fuhr der Fürſt fort.„Durch die ſchlimmen Eingebungen einer Leidenſchaft, die ich nicht beherrſchen und nicht ausrotten konnte, irre geleitet; durch einen Argwohn, den ich nicht ertragen konnte, raſend gemacht, beobachtete ich den grauen Domino den ganzen Abend hindurch. Ich verfolgte den Gegenſtand meiner Feindſeligkeit, holte ihn ein und griff ihn an. Er zog unter ſeiner Verkleidung einen Degen hervor; ich parirte, er ſtieß wieder, und ich fiel. Die Gleichheit der Kleidung veranlaßte mich zu dieſem unheilvollen Irrthum. Leopold, ich er⸗ kannte Sie nicht, die Leidenſchaft iſt blind! Roſen⸗ thal, vergeben Sie mir den Schlag.“
„Er iſt unheilvoll ausgelöſcht— in Blut,“ rief Albert, in ſeine Kniee ſinkend und die Hand ergrei⸗ fend, die ihm der Fürſt darbot.
„Ella, meine Gattin, meine Angebetete, können Sie der ſelbſtſüchtigen Liebe verzeihen, die Ihr Glück ihrem Eigennutz opferte?“
„Hören Sie mich, Corſini,“ unterbrach ihn Roſenthal,„ſie iſt die Reinheit ſelbſt; ich allein habe gefehlt. Wir liebten einander in der Jugend— wir liebten uns, wie man einmal lieben kann, und niemals wieder. Ein grauſames Verhängniß trennte uns: ſie vermählte ſich. Ich ſage nichts von meinen Leiden, von meinem Schmerze. Urtheilen Sie,


