Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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2 281 S

Durch Leopolds Sorgfalt war der unglückliche Corſini von der unglücklichen Stelle, wo er fiel, in das nächſte Zimmer getragen worden. Eine Menge Matratzen, Bettdecken und Sophakiſſen wurden eilig in das Zimmer gebracht, auf dem Fußboden auf⸗ geſchichtet und der Fürſt auf dieſes ſchnell bereitete Lager niedergelaſſen. Zu ſeinen Füßen, auf einem Ende einer Matratze, ſaß Konſtanze. Ihr Haar, durch den Wind in Unordnung gebracht, war dem ſeidenen Band, das es zuſammengehalten, entſchlüpft; ein zerdrückter, feuchter Kranz ſchlang ſich noch phan⸗ taſtiſch um ihren Kopf, während ihre durchſichtige Kleidung, vom Thau benetzt und mit Blut befleckt, um ihre zitternde Geſtalt bing. Sie bedeckte ihr Geſicht mit beiden Händen, ihre Ellbogen ruhten auf ihren Knieen und ſie blickte ſo düſter, ſo re⸗ gungslos, daß, hätte nicht ihr wildes, krampfhaftes Schluchzen ihren Schmerz verrathen, man hätte glauben können, ſie ſey ganz ohne Bewußtſeyn der troſtloſen Scene, die ſie umgab.

. Von Allen entfernt, mit ſeinen eigenen ſchmerz⸗ lichen Gefühlen beſchäftigt, in der Betrachtung der ſchrecklichen Kataſtrophe verloren, ſtand in Gewiſſens⸗ biſſen Albert, die rauchende Waffe ſeiner Rache noch feſt in der Hand, mit der Spitze gegen den Fußboden gekehrt, auf den noch einige rothe Tropfen herabfielen.