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die ſie verlaſſen wollte, und die bevorſtehende Ver⸗ änderung ſollte Befreiung, Glück bringen. Doch trübte eine Thräne den Glanz ihrer Augen, als ſie ernſtlich an die Zukunft dachte, an jene ferne und immer weiter zurücktretende Küſte, zu der wir Alle ſteuern, und die allein das Gut zu beſitzen ſcheint, das wir Alle ſuchen, aber niemals finden. Glän⸗ zend in Jugend, Schönheit und Hoffnung; lebhaft überzeugt von der Vortrefflichkeit ihres Geliebten konnte gleichwohl Konſtanze ſich eines düſtern Ge⸗ fühles nicht erwehren, als ſie den wichtigen Schritt überdachte, der vor ihr lag. Alle Gefühle ihrer Jugend, alle Empfindungen, die ſie einſt zu lieben und zu verehren gelernt hatte, drängten ſich in ihrem Geiſte und erfüllten ſie mit Schmerz, jetzt, da ſie im Begriffe war, ſie auf immer aufzugeben. Das Haus, das ſie verließ, ſtellte ſich ihr wie das ver⸗ traute Geſicht eines alten Freundes dar, durch Ge⸗ wohnheit theuer geworden, und mit freundlichen Er⸗ innerungen verknüpft. Sie konnte kaum ihre auf⸗ ſteigende Rührung beherrſchen, als ſie Alles dies zum letztenmal betrachtete. Alles ſchien jetzt ein milderes Anſehen zu haben, da die Nothwendigkeit aufhörte, darin zu dulden. Die Härte ihrer Stief⸗ mutter, wenn nicht vergeſſen, war doch gemildert;
der Eifer des Beichtvaters erſchien weniger furchtbar; 17*


