Vierzehntes Kapitel.
Genug, daß wir geſchieden ſind, daß eine Fluth Von herbem Schickſal zwiſchen unſern Seelen ruht. Moore's Lalla Rookh.
Savez-vous ce que c'est que ce mal solitaire? Ce qu'il en faut souffrir, seulement pour s'en taire?
Alfred de Musset.
Kalt, ſchweigend und entfremdet, ſuchte der Fürſt von Corſini weder das Vertrauen ſeiner Gattin, noch wünſchte er es. Er verſchmähte zu fragen und fürchtete eine Erklärung. Er war ganz unglücklich, denn er konnte kein Vertrauen mehr auf das Weſen ſetzen, das er immer noch leidenſchaftlich liebte. Tropfenweiſe hatte ſich das tödtliche Gift in ihn eingeſchlichen und die beſſeren Triebe ſeines Weſens alle vernichtet. Gleich einem Peſthauch, verſengt die Eiferſucht das heiterſte Grün; ein dürrer, welker Fleck bezeichnet ihre zerſtörende Wirkſamkeit.
Alle Zugänge des Gefühls waren in Corſini's Herzen verſchloſſen; ſein Verkehr mit der Welt bot


