Vierzehntes Kapitel.
Der ganze Himmel und der Sterne Gunſt Weiſſagen ihren ganz beſondern Einfluß Dieſer beglückten Stunde.
Milton.
Le lendemain un autre avait regu sa foi.
Par le voeu de ta mere à l'autel emmenée, Fille tendre et pieuse, épouse résignée,
Sois heureuse par lui, sois heureuse sans moi.
T. Delorme.
Der Tag, welcher für die Hochzeitfeierlichkeit feſtgeſetzt war, durch welche Fräulein von Linden⸗ berg mit dem Fürſten von Corſini verbunden werden ſollte, dämmerte glänzend und glückverheißend. Keine Wolke verdunkelte das blaue Himmelsgewölbe; ob⸗ gleich leichte Dünſte gleich Sommerfäden die fernen Hügel verſchleierten, bewegte doch kein Lufthauch die ſtillen Blätter, die von Thau erglänzten. Die Marmorpaläſte, die hohen Thürme, die majeſtäti⸗ ſchen Dome der Kaiſerſtadt ſtrahlten röthlich in der reichen Glut des Morgens, als vom Oſten ein glänzender Strom ſich über die Welt verbreitete,


