Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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ſich mehr eine Frage, als eine Behauptung aus⸗ drückte:„Sie ſind gedankenvoll? Doch nicht leidend, hoffe ich?“

„Nein! nicht leidend, meine Ella,“ verſetzte er; „aber ich bin bekümmert und weiß nicht, wie dieſe ungewöhnliche Niedergeſchlagenheit ſo plötzlich an mich gekommen iſt.“

Die Baroneſſe hielt mitten in einer Roſenknoſpe inne.„Nein, Friederich,“ rief ſie,„hätte ich es gewagt, die Ahnung eines drohenden Uebels Dir zu bekennen, was würdeſt Du mir geantwortet haben?“

„Wahr! meine Karoline, wir Deutſche machen uns zu oft einer Hingebung an träumeriſche Be⸗ trachtungen und grundloſe Befürchtungen ſchuldig, die mit Vernunft, Philoſophie und Offenbarung unverträglich iſt.“

„Aber iſt nicht Vernunſt, Philoſophie und vor Allem die Offenbarung uns dazu geſchenkt, daß wir im Stande ſeyn mögen, die Stärke der Wahrheit den Täuſchungen der Einbildungskraft entgegen zu ſetzen?“ bemerkte Ella beſcheiden.

„Wohl geſprochen, mein theures Kind,“ ſagte der Baron,„glaube indeß nicht, daß das Gefühl eines bevorſtehenden Unglücks, das mich jetzt nieder⸗ drückt, auf bloßer Einbildung beruht.“

„Du haſt doch keine ſchlimme Nachrichten aus