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die jetzt von derſelben Hand zertrennt waren, die ſie einſt geknüpft hatte.
Leopold hatte das Verſprechen eines Urlaubs erhalten und benachrichtigte ſeine Familie von dem bevorſtehenden erfreulichen Beſuche. Sein Regiment war nach Wien zurückgekehrt und derſelbe Brief, der ſeine Ankunft in der Hauptſtadt meldete, brachte auch die Nachricht von ſeinem beabſichtigten Beſuche auf Ehrenfels.
Dieſe Zeitung wurde in dem erfreuten Familien⸗ kreiſe mit Entzücken begrüßt und äußerte einen un⸗ mittelbaren Einfluß auf die Lebensgeiſter Ella's, welche fühlte, daß ſie noch Intereſſen habe, theurer, viel theurer als ihre eigenen, und daß die beiligen Gefühle ſchweſterlicher Neigung von der Sehnſucht einer unheiligen Liebe nicht ganz überwältigt werden können. Sie fühlte wieder einen Trieb zum Leben, zur Thätigkeit; der Name ihres Bruders wirkte wie ein Talisman, und ſie erwachte wieder zu ängſt⸗ licher Beſorgniß, zu täglicher Erwartung. Der Freund, der Gefährte, der Spielgenoſſe ihrer Kindheit ſollte zurückkehren. Leopold war der Vertraute, der ritter⸗ liche Beſchützer und der Lehrer ſeiner Schweſter ge⸗ weſen, und eine fünfjährige Trennung konnte die zärtliche Erinnerung nicht verwiſchen. Das Ich war vergeſſen, die perſönliche Täuſchung erheiterte ſich
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