Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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würdigen, als ſie eine Wachskerze anzündend, ſie alle in Aſche verwandelte? Als ſie in die verzeh⸗ rende Flamme blickte, wie pochte und zuckte ihr Herz unter der Strafe, die ſie ſich ſelbſt aufgelegt! Wie ſtarr war ihr trübes ſchmerzendes Auge auf die geſchäftige Flamme gerichtet, welche die Blätter der Liebe mit Luſt zu verſchlingen ſchien; während dieſe in der tödtlichen Gewalt des zerſtörenden Ele⸗ ments zu zittern und zu zucken ſchienen. Als eine Zeile nach der andern, eine Seite nach der andern unlesbar wurde und dem Auge entſchwand, ſchien damit alles, was noch für menſchliche Treue und Liebe zeugte, in der langen dichten Rauchſäule zu verfliegen, die über dem zuſammengeſchmolzenen Papierſtoß, den ſchwarzen Trümmern einer vanſte ten Liebe, aufſtieg und in einem Bogen ſich au 3 tete; und als das letzte Fünkchen einen Augenblick flimmerte, und dann in ſchwarzer Aſche erloſch, ſchien die dunkle mürbe Maſſe noch immer in Todes⸗ kämpfen zuckend ſich zu winden, während Ella er⸗ ſchöpft und bewußtlos auf ihren Stuhl zurückſank. Das düſtere Opfer war vollendet, aber die eigentlichen Opfer lebten noch für künftige Prüfun⸗ gen und Leiden— vielleicht für künftige Belohnung und Vergütung. Für jetzt genügt die Angabe, daß die verlangten Pfänder gehxochener Gelübde an

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