Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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jedes koſtbare Andenken war geheiligt, durch irgend eine unvergeßliche Epoche in der Geſchichte ihrer Liebe; an jeden Juwel, jede Schreibtafel, ja an jede verwelkte Blume knüpfte ſich eine zärtliche Erinnerung: jedes bildete gleichſam einen beſondern Altar im Tempel der Treue.

Wenige Dinge ſind für die Seele folternder als der Anblick früherer Briefe, oder der Geſchenke eines Weſens, von dem wir, ſey es durch die Hand des Todes, oder durch den Druck der Verhältniſſe

auf ewig getrennt ſind. Ein ſchwermüthiger Reiz liegt in jedem Worte, das auf das vergilbte Papier gezeichnet iſt; ein ſinnverwirrender Zauber geht von

jeder verwelkten Reliquie begrabener Gefühle aus, und führt eine Fluth ſtürmiſcher Schmerzen herauf, die ſelbſt in ruhigeren Augenblicken des ſpäteren Lebens das Urtheil zu überwältige mögen. Selbſt wenn der Sturm der Leidenſchaft gelegt, wenn der Stachel der Täuſchung hat, in der Bruſt zu wühlen, wer ihre B. ketten um uns Trümmern der vorgeſproßt iſt; die d heiligenden Schleier über die

ithende Erinnerung

an die jugendliche Neigung gebreitet hat: ſelbſt dann

wird der unerwartete Anblick eines früher erhaltenen

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