Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.

2 265 S⸗⸗

vor welchem Klemens die Begebenheiten der Nacht kurz wiederholte, und beſonders darauf bedacht war, die überzeugendſten Gründe für ſeine ungewöhnliche Wachſamkeit anzuführen und den Thatſachen durch das Zeugniß ſeiner vorausgeſchickten Bemerkungen eine angemeſſene Bedeutung zu geben.

Die Rückſicht und Schonung, die man der

eigenthümlichen Lage des Herzogs von Reichſtadt

ſchuldig war, bewirkte, daß man ihn über das Me⸗ daillon nicht perſönlich befragte; ein Umſtand, der für den Baron äußerſt ungünſtig war, da dadurch der ſtärkſte Beweis für ſeine Unſchuld unterdrückt wurde.

Nachdem man die ganze Angelegenheit gehörig erwogen hatte, wurde ihre Tendenz für verderblich erachtet für die Intereſſen der Regierung, und Lin⸗ denberg in Folge deſſen angeklagt. Da er bereits durch die Eiferſucht ſeiner Kollegen und die Inſinua⸗ tionen ſeiner Feinde unbeliebt geworden, ſo konnte er der Ungnade, die ihm ſchon ſeit einiger Zeit drohte, unmöglich entgehen; und da die Behaup⸗ tungen des Jeſuiten durch keinerlei entkräftende Gründe widerlegt wurden, ſo war das Schickſal des Miniſters entſchieden, und Vater Klemens triumphirte.

Da man endlich den Verdacht auch auf Flor⸗ ville ausgedehnt hatte, ſo wurde ſeine Wohnung von