Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*

die um den Palaſt Schönbrunns vertheilt waren. Doch konnte von ihnen nichts Weſentliches erfahren werden, ausgenommen, daß einer dieſer zahlreichen Diener den Eintritt eines Fremden bemerkt hatte, der, als man ihn befragt, ſich für den Inhaber einer Privatmittheilung von Seiner Excellenz dem Baron von Lindenberg an den Stallmeiſter des Her⸗ zogs von Reichſtadt ausgegeben habe. Als man dieſe Ausſage verfolgte, fand es ſich, daß dem genannten hochgeſtellten Manne keine ſolche Bot⸗ ſchaft zugekommen war. Dies wurde als ein Licht⸗ ſtrahl von dem Beichtvater begrüßt, und hiedurch geleitet, begab er ſich unverzüglich vor den Kaiſer und ſetzte die Vorfälle mit dem ganzen Nachdruck, über den er gebieten konnte, auseinander. Die That⸗ ſache des Bildniſſes, das man im Beſitze des Prin⸗ zen gefunden, und die augenſcheinliche Vermittlung des Miniſters wurde beredt dargethan, während der erſchütterte Zuſtand von Frankreich und Belgien jede Vorſichtsmaßregel von Seiten Oeſtreichs nicht nur räthlich, ſondern nothwendig machte. Die Revo⸗ lution ging mit Rieſenſchritten durch Europa. Deutſch⸗ land war genöthigt, ihrem unheilvollen Fortſchritte Widerſtand zu leiſten.

Von Furcht und Zweifeln aufgeregt, ver⸗ ſammelte Seine Majeſtät eilig den geheimen Rath,