Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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237 S⸗

Während der Prinz auf den Sänger lauſchte, erwachte die Erinnerung an dieſe Melodie, die einſt ſo oft an ſein kindliches Ohr getönt hatte, mit voller Gewalt in ihm. Reichliche Thränen floßen von ſeinen Augen, während er die Töne wiederholte, deren er ſich ſo lebhaft erinnerte.

Wie oft, rief er,habe ich dieſe Worte ſingen hören! Wie oft wurde ich gerade durch dieſen Geſang in Ruhe und Schlaf eingelullt!

Während der Prinz ſprach, tauchte eine Geſtalt, die bisher durch den tiefen Schatten des Gebäudes verborgen geblieben, aus der Dunkelheit auf und ſtand vor ihm.

Wer geht hier? fragte er ſtutzend, jedoch mehr überraſcht als erſchreckt.

Ein Freund! verſetzte der Fremde.

Sie mögen näher treten, ſagte Reichſtadt in befehlendem Tone.Aber Sie wählen eine unge⸗ wöhnliche Stunde.

Jede Stunde iſt günſtig für gute Abſichten, antwortete der Eingedrungene.

Das Gehör, das Sie zu ſuchen ſcheinen, ſoll Ihnen gewährt werden, verſetzte der Herzog.Sie können nicht vom Hofe ſeyn, glaube ich, oder Sie würden nicht eino ſo ungewöhnliche Art gewählt haben, ſich an mich zu wenden.

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