Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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welche hierin auf den Lebenden liegt. Aber genug! Du biſt ermüdet, theures Kind. Erwäge meine Worte; ich hoffe, ſie werden nicht zu ſpät gekom⸗ men ſeyn. Unter dieſen Worten ſtand der Baron auf, und zog ſich nach einer zärtlichen Umarmung ſeiner Tochter zurück.

Als Ella in einſamer Betrachtung den unbe⸗ ſtimmten Vermuthungen über den Charakter Flor⸗ villes ſich hingab, ſchien dieſer eine düſtrere Farbe anzunehmen. Sie fühlte gleichfalls die Wahrheit der Bemerkungen ihres Vaters. Aber der Würfel war gefallen; ſie hatte die einzige Gelegenheit, den Schutz und die Nachſicht ihres Vaters zu erflehen, unbenützt gelaſſen; und als ſie die Stimme des Selbſtvorwurfs durch Viſionen der Vergan⸗ genheit und Zukunft, die ſie heraufbeſchwor, zu dämpfen verſuchte, fand ſie, daß keine Anſtren⸗ gung der Phantaſie die feierlichen Anklagen, die ſich gegen ſie erhoben, zum Schweigen zu bringen, oder die Aufregung, unter welcher ſie litt, nieder⸗ zuſchlagen im Stande ſey.

Nach einigen Stunden aufgeregter Schlafloſig keit ſank ſie endlich in einen unruhigen Schlummer, der weder Vergeſſenheit noch Erleichterung gewährte. Stets dieſelben Bilder beſchäftigten ihre Phantaſie;

die unbeſtimmte Furcht vor einem drohenden Miß⸗