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lich unerwartet, und können ſie nicht übertrieben ſeyn?“ fragte Ella, etwas überraſcht durch das Ausſehen, das die Angelegenheit angenommen. „Weder das Eine noch das Andere,“ verſetzte der Baron.„Karl X. iſt aus Frankreich vertrieben und der Herzog von Orleans iſt auf den Thron berufen. Dieſe Thatſachen ſprechen für ſich ſelbſt. Aber von den zahlreichen Kabalen und Parteien, die Frankreich zerreißen, hat jede ihren eigenen Abgott, den ſie zur Legitimität erheben möchte. Ich wünſche mir Glück, daß Albert fern von Wien iſt; denn Florville wird künftig genau be⸗ achtet werden. Ich weiß es von ſicherer Hand. Er iſt in ein geheimnißvolles Dunkel gehüllt, das für die lebhafte Forſchung der Freundſchaft, wie für die inquiſitoriſche Unterſuchung der Feind⸗ ſchaft gleich undurchdringlich war. Er iſt immer gleich verſchloſſen über ſeine Vorſätze und Beſchäfti⸗ gungen. Welche Beweggründe halten ihn in Deutſch⸗ land zurück? Weder Vergnügen noch Geſchäfte, ſollte ich glauben. Er genießt jetzt mehrere Monate
vertraulichen Verkehr mit unſerem Hauſe, und wir kennen ſeine wahre Stellung im Leben immer noch nicht. Der Name Florville, ich bekenne es, iſt mir
neu. In Folge der verſchiedenen Gerüchte und Vermuthungen, die ich in letzter Zeit vernommen,


