Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Zerſtreuung der höhern Zirkel nur ſelten mit den ſanſteren Vergnügungen und Neigungen des häus⸗ lichen Lebens gepaart iſt.

Die nachſichtige Sorge, welche Frau von Mont⸗ pellier insbeſondere für die kleine Conſtanze trug, war indeß einigermaßen die Folge einer ſehr ver⸗ zeihlichen Selbſtliebe; denn das Kind zeigte viel Anlage zu künftiger Schönheit, und hatte eine auf⸗ fallende Aehnlichkeit mit ihrer neuen Beſchützerin, wie mit ihrer verſtorbenen Mutter.

Die Erziehung dieſes lieblichen Mädchens und ſomit eine den Erwartungen, die es erregte, ent⸗ ſprechende Bildung deſſelben, war eine Sache von hoher Wichtigkeit, und der beſtändige Gegenſtand des Nachdenkens der Frau von Montpellier, ihrer nächtlichen Träume, ihrer täglichen Erwägungen, und zur Erreichung ihrer Abſicht wurden weder Sorgen noch Ausgaben geſpart, um Conſtanzen eine ebenſo feine und vollendete Bildung zu geben, als ſie von Natur reizend war.

Nicht ohne vorhergehenden ſchweren Kampf hatte man den Grafen dazu bewegen können, ſeine jungen Kinder der Gerichtsbarkeit Anderer abzutreten, zumal da der Herzog von Montpellier beſtändig in Pa⸗ ris wohnte, wodurch häufige Zuſammenkünfte unmög⸗ lich wurden. Aber verſchiedene weltliche Berechnungen

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