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hatte er ſich ein beträchtliches Vermögen erworben, in Folge deſſen mit verſchiedenen Regierungen Anlehen abgeſchloſſen und dadurch in kurzer Zeit das Kapital, mit welchem er zuerſt begonnen, auf das Doppelte erhöht. Aeußerſt glücklich in ſeinen merkantiliſchen und finanziellen Operationen, ließ er ſich zum An kauf großer Länderſtrecken bewegen, deren Ver⸗ beſſerung und Abgrenzung er betrieb. So gelangte er um geringen Preis zu ausgedehnten Beſitzungen und zu einem Titel dazu; und der einfache Name, an den ſich bis jetzt in den zahlreichen Geldmärkten Europa's ſein Kredit geknüpft hatte, wurde jetzt in den wohlklingenderen von Roſenthal umgeſchmolzen.
Gold iſt beinahe allmächtig, nur Ahnen kann es nicht verleihen. Zur Ausgleichung dieſes genealo giſchen Mangels wurde von Roſenthal die Nachwelt dazu beſtimmt, den adeligen Glanz, den die Vorzeit verſagte, auf ſein Haus zu werfen. Die blühende Nachkommenſchaft des neu geadelten Grafen wurde reich ausgeſtattet und durch Heirathen mit den är meren Zweigen der älteſten deutſchen Familien ver⸗ bunden, und ſo konnte im Laufe weniger Genera⸗ tionen das neue, aber begüterte Geſchlecht von Roſenthal Anſpruch auf hohe Verwandtſchaften ma chen, und Zeichen des tadelloſeſten Adels im Wap⸗ pen führen.
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