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Weſen zu ihm aufſchaute, und in glücklichem Wetteifer die Liebe der Eltern mit ihm theilte.
Die kärgliche Muße, die Lindenberg den Staats⸗
ſorgen abgewinnen konnte, war jetzt der Erziehung ſeiner Kinder gewidmet, deren jugendliche Charaktere ſich unter ſeiner geſchickten Leitung glücklich zu entfalten ſchienen. Leopold, obgleich ein verſtändiger, ſcharf⸗ ſinniger Knabe, war von ſeinem Vater weſentlich verſchieden. Dieſelbe Energie des Geiſtes hatte hier eine andere Richtung genommen; ſeine ſtürmiſche Natur war philoſophiſchen Spekulationen oder ruhiger Forſchung völlig abgewandt.
Die Laufbahn der Berechnung, die uns den Rath gibt, uns zu ſchmiegen, um unſer Glück zu fördern, ſtimmte nicht zu der ſorgloſen Kühnheit ſeines Geiſtes. Sein Geſchmack neigte ſich entſchieden der militäriſchen Laufbahn zu; er ſchmachtete nach Siegen, er lechzte nach Ruhm; Träume von Kämpfen, Gefahren, Triumphen beſuchten ſeinen Schlummer, und ſeine wachen Stunden waren dem Studium der claſſiſchen Geſchichte des griechiſchen und römiſchen Ruhmes gewidmet. Mit einem Worteo, er entſchloß ſich, ein Held zu werden, und ob ſich gleich ſeine Eltern eine Zeit lang einer Wahl widerſetzten, die ihn den friedlichen Reizen der Heimath entfremden mußte,
ſo wurde doch der Erbe Lindenbergs zuletzt Soldat.


