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ſicherem Benehmen galt, ſo blieb doch ſein Herz
zeichnungen des Ruhmes mit Beſcheidenheit zu tragen; in dem Mittelpunkte des Glanzes, von Pracht um⸗ geben, noch ein Herz zu haben für die Leiden des Nebenmenſchen: dies ſind die Triumphe des Charakters, die Triumphe des Geiſtes über die Materie, Triumphe, welche wir nur der Schönheit in uns verdanken; und dies waren die Triumphe Lindenbergs, der den Lockungen des Reichthums, der Verderbniß eines Hofes widerſtand, und auf der Höhe ſeiner amt⸗ lichen Stellung den aufrichtigen Eifer für die Tugend ſich bewahrte.
Die Blüthe der Jugend war dahin gegangen, ehe der Freiherr an eine Heirath dachte. Ihr Nutzen und die mannigfaltigen Vortheile, die, unter weltlichem Geſichtspunkt betrachtet, daraus entſpringen, hatten ſeinen Geiſt keinen Augenblick beſchäftigt.— In die Staatsgeſchäfte und die alles verſchlingenden Regie⸗
rungsſorgen vertieft, hatte er ſich bis jetzt niemals
ſanftern Regungen hingegeben, für welche er gleich⸗ wohl in hohem Grade empfänglich war. Liebe war ihm ſtets fremd geblieben; ſeine Thätigkeit hatte ſich ganz auf die ungeheure Maſchine der geſetzgebenden Macht concentrirt, ohne ſich je an dem Feuer einer Neigung zu erwärmen; denn oblleich er in je⸗ dem Zirkel als ein Muſter in feiner Bildung und


