Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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ſchönes dunkelbraunes Haar war zum Theil von einer Frauenhaube verborgen, welche durch ihre ungekünſtelte Einfachheit die Schönheit der Trägerin vielleicht noch erhöhte, aber die glänzenden Flechten, die ihre Stirne umgaben, bewieſen, daß die Zeit bisher die goldene Ueppigkeit ihrer Locken geſchont habe. Ihre milden Geſichtszüge hatten den Aus⸗ druck weiblicher Sanftmuth und Lieblichkeit, der beſonders bezeichnend war für jene ſtillen Tugenden, welche die Hauptzierde deutſcher Frauen ausmachen. Ella und ihr Genoſſe, nebeneinander ſitzend, waren bald in eine muntere Unterredung vertieft, 8. in welche die freundlichen Eltern ſich hie und da miſchten, um Geſprächen, welche leicht enthuſiaſtiſch

werden könnten, eine nützliche Richtung zu geben.

Der Vater verſäumte es nie, eine Lehre zu er⸗ theilen, die Mutter nie, einen moraliſchen Schluß zu ziehen, und das Geſpräch wurde bis zur gewöhn⸗

lichen Stunde der Ruhe lebhaft geführt..

Als die Familie im Begriff war, ſich für d e Nacht zu trennen, bemerkte der Baron, daß er die kommende Woche zu ihrer abeeiſe beſſimmt habe,

44 weitern Aufſchub wieder aefeunehmen Ella ſeufz tief, als ſie die Vertauſchung der ſrangen Jan. gezogenheit von Schloß Ehrenfels mit dem Glanz