Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Der Oberſt pfiff hier ein Paar Noten for⸗ tissime. Ich bin noch nicht fertig, Frau Praͤſidentinn. Ich komme in die Gegend wieder vor drey Mona⸗ ten. Mein Bebdienter bringt mir die Nachricht, daß man in Holm auf einer Watte vor fünf und zwan⸗ zig Jahren ein Kind gefunden haͤtte. O barmherzi⸗ ger Gott! Es war mein Sohn, es iſt der Sohn meines geliebten Mannes. Hier ſprang alles auf, nur der jüngere Graf allein blieb ruhig ſitzen, und laͤchelte. Ihr Sohn?˙¼ rief die Praͤſidentinn höhniſch. Erzählen Sie weiter! ſagte der Graf, ſehr gerührt. Ich war entſchloſſen, feſt entſchloſſen, zu ſchweigen, auf den Rath des Juſtizdirectors; denn

er zeigte mir alle die Schwierigkeiten, faſt die Un⸗

möglichkeit, die Begebenheit und das Daſeyn mei⸗ nes Sohnes zu beweiſen: da zwang mich der Herr Kammerherr denn er war Zeuge in Haide⸗ buüren von einer unendlichen Freude da zwang er mich, mich, meine Ehre, meinen Sohn zu ſchü⸗ tzen, zu dieſem Geſtäͤndniß. Ich warnte ihn, das Geheimniß nicht an das Tageslicht zu reißen. Ich ſagte ihm, es ſey gefäͤhrlich. Beweiſe habe ich nicht, nicht einen, als das Zeugniß eines treuen ehrlichen Bedienten. 3 Der nicht zeugen darf! ſagte der Günſtling des Fürſten.