Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

einem ſtrahlenden Geſicht. Boiſen erröthete denn dech ein wenig, da die Frau eintrat, mit deren Nahmen er jetzt ſo grauſam umging. Er bückte ſich indeß lächelnd wie die Andern.

Ich muß um ein Paar Minuten, hob die Frau von Sonnenberg anGehör für eine Begebenheit bitten, die alle Menſchen⸗ die hier ſind, intereſſirt.

Siie war bey dieſem Anfange ſo bleich gewor⸗ den, daß ſie jeder anſtarrte. Sie fing an zu erzaͤh⸗ len, wie der Graf Sonders, der ver ſtorbene Geſandte in Wien, auf ſein Gut gezogen waͤre, wie ihre Mutter in der Graͤfinn Sonders ihre Jugendfreundinn wieder gefunden, wie ſie ſelbſt

den Grafen Fritz hier kennen gelernt haͤtte. Sie eerzaͤhlte den Haß der beyden Vaͤter, und die Liebe

der beyden Kinder gegen einander, und wie ſie end⸗ lich den Grafen Fritz in Schwezingen wieder geſehen, und wie da ihre Herzen ſich wieder gefun⸗

den haͤtten.

Das alles hatte man nicht gewußt, und Aller Geſichter wurden geſpannt, am meiſten Iſabel⸗ lens, die ihre Ungeduld nicht mehr verbergen konnte.

Sie erzaͤhlte nun, wie ſie mit Fritz auf dem Gute heimlich verheirathet worden waͤre da aber fuhr die Präſidentinn auf:Hoffentlich werden darüber Acten ſeyn, die beweiſen; aber Boiſens