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Zitternd fragte ſie Burgern, der zu ſeiner Abreiſe Anſtalt machte, ob wahr ſey, was Boiſen geſchrieben.
Bürger ſagte, was er wußte, und Iſabelle erblaßte; denn der Oberſt hatte erklärt, wenn das waͤre, ſo zöge er ſeine Hand von der Sache ganz
ab; dasſelbe hatte ihre Mutter erklärt.
Ferdinand lebte mit ſeiner Liebe und ſeinem Pinſel in der tiefſten Einſamkeit. Er erfuhr nur
etwas, wenn Burger ihm eine Hoffnung zu brin⸗ gen hatte. Auch von dieſem Erſterben ſeiner Hoff⸗
nung erfuhr er nichts. Bürger aber wuünſchte die Frau von Sonn enberg zu ſehen, und Iſabel⸗ le führte ihn zu ihr ins Zimmer. Er blieb auf der Schwelle ſtehen, und rief: „So iſt es dennoch Wahrheit! Ja, ſie iſt es! Ja, ſie iſt die Mutter des edelſten Menſchen.“ Iſabelle warf ſich an ihre Bruſt, mit dem lauten Geſchrey:„O Sie ſind ſeine Mutter!“ „Wer ſagt’s?““ fragte ſie, ſich ruhig empor richtend, und Buͤrgern die Hand reichend. Boiſen hat es meinem Vater geſchrieben.“ „Er alſo, nicht Sie? Das iſt mir lieb! ſehr lieb! Wer weiß es noch außer dem Baron? Iſabelle ſagte:„Der Oberſt, meine Mut⸗ ter; ach ich fürchte, liebſte Freundinn, der ganze Hof, die ganze Stadt. Boiſen ſagt es, und mit Umſtaͤnden, die ihm Glauben verſchaffen.“


