Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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* ing ein Milch⸗ und Schaumgeſicht—„ein Herr

von Boiſen!“ ſagte Iſabelle, und Ferdi⸗ nanden überlief ein Schauer. 4 „Iſt er Ihres Bruders Freund?“ fragte er ſchnell.— „Freund?“ ſagte ſie heftig—„Könnte mein Bruder einen Freund haben: o was gäben wir darum!“ Da kam durch die offene Thür ein lautes Gelächter, und das Gelachter gehörte dem Präſi⸗ denten, Alex ander von Boiſen, dem Bru⸗ der von Eberhardinens Vater. Eine große Glatze, das blonde Geſicht, mit rothen Flecken hin und wieder getiegert, zwey ſchmale rothe Streifen ſtatt der Lippen, erloſchene Augen, die aber dennoch von Zeit zu Zeit auf eine ſchöne Geſtalt, oder auf einen ſchönen Rücken durch zwey Gläſer hinblitzten; eine hohe Geſtalt, auf deren Skelet die Kleider nur ſchlotterten, ruhte auf zwey ſteif gewordenen Knien und Füßen, wel⸗ che die Gicht oder etwas noch Schlimmeres ein, wenig unbrauchbar gemacht hatten. Er ſetzte 66 ſogleich an dem Eingange auf einen Stuhl, und ſuchte mit ſeinem Glaſe die Bekannten im Saal. Die Hande bewegten ſich, als ob er Karten miſch⸗ te. Er wußte ſelbſt nicht, war es Gicht, oder Gewohnheit vom Kartenſpiel.“ Hinter ihm kam die Praͤſidentinn, ſeine mahlinn, die hochgeborne Gräſinn Sonders