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O Agnes, ich las auf des ehrlichen Man⸗ nes Geſicht, was er mir verſchwieg.
O meine Agnes, wenn die Mutter den wieder gefundenen Sohn nun einführt, und das
Geſetz gäbe ihm, was ihm gebührt, und er nähme
ungroßmüthig, auf ſeinem Recht beſtehend, hab⸗ ſüchtig, was er nehmen dürfte, und— O! ol ich verhüllte das bleiche Geſicht in meine Hande. Ach, ich hatte nicht ein Mahl daran gedacht, daß er ſo⸗ gar ein Böſewicht ſeyn könnte, der wie ein Fünd⸗ ling von ſeinen Pflege⸗Altern in die Welt geſto⸗ ßen.—„O,“ rief ich—„guter Himmel! kann ich noch mehr zu beweinen haben als ſeinen Tod?“ Ich war troſtlos, ganz troſtlos.
Ich ſchickte meine andern Leute mit Pferd und
Wagen zehn Meilen auf unſerm Wege zurück, mich dort zu erwarten, weil meine Reiſe nach Jütland eine größere Eile forderte, und fuhr mit Taubert
allein hierher nach Haidebüren.
MNun ging er in dem ſchlechteſten Rocke, den er hatte, zu dem Prediger nach Holmz; aber die⸗ ſer Mann, den er mir als einen höchſt offenen, ge⸗ raden und edlen Mann beſchrieb, hatte wahrſchein⸗ lich Urſach, eben ſo behuthſam mit der Erzählung der Begebenheit zu ſeyn, als wir.
Aber mein Sohn war es, das war unbezwei⸗ felt; das ging aus der Erzählung des Predigers und ſeiner Frau hervor. Jahr, Tag und Stunde trafen zu. Der Prediger ſieht im Meere eine ho⸗


