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Marie an Agnes.
Haidebüren.
J5 habe ihn wieder, geliebte Agnes! Ich ha⸗ be ihn wieder, den Sohn meiner Liebe! O ich möch⸗ te mit ausgebreiteten Armen durch das Leben flie⸗ gen, und jeder Mutter jauchzend zurufen, jedem Sohne, ich habe ihn wieder! Durch die Himmel möchte ich es rufen! Der Morgenröthe hauch ichs entgegen, dem Monde fliſtre ich es zu, jedem her⸗ aufkommenden Stern vertraue ichs! O als obs Ge⸗
fühl haͤtte, das rauhe Meer, das ungetreue Ele⸗
ment, knie ich am Strande nieder, und danke ihm, daß es ſeines Lebens ſchonte! O, Agnes, du, die mitten in dem blühenden Kranze deiner
Kinder ſtehſt, in dem vollen Kranze, an dem nir⸗
gend eine Blume fehlt, o du weißt nicht was
Schmerz iſt; kein Mann auf Erden weiß es, als
eine Mutter, die am Sarge ihres Kindes ſteht!
O arme Agnes, jetzt erſt denk ich ja daran,
daß du noch gar nichts weißt! Ach, das, das war
ja der lange Gram, der auf meinem Leben ſchwer A 2
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